VERLETZUNGEN DES BEWEGUNGSAPPARATES

Damit sich der Mensch aufrechten Ganges fortbewegen kann, bedarf es eines robusten Stütz- und Bewegungsapparates. Er verleiht dem Körper Stabilität und
Beweglichkeit. Erst das komplexe Zusammenspiel aus aktiven und passiven Elementen ermöglicht das fein abgestimmte Wirken aus Kraft und (Fein-)Motorik. Knochen, Muskeln und Gelenke werden durch Bänder, Sehnen, Faszien und andere Bindegewebsteile miteinander verbunden und in der richtigen Position gehalten.

Mit der Hilfe von Bändern und Sehnen werden die unterschiedlichen Teile des Stütz- und Bewegungsapparats wie Knochen, Muskeln und Gelenke verbunden und in der richtigen Stellung gehalten. Bänder und Muskeln stellen außerdem sicher, dass Bewegungsabläufe kontrolliert ablaufen. Auch im Bereich der inneren Organe sorgen Bandstrukturen für deren Lagesicherung und schützen sie vor mechanischer Belastung von außen, z. B. Druck oder Stöße.

VERLETZUNGEN DES BEWEGUNGS-
APPARATES

Damit sich der Mensch aufrechten Ganges fortbewegen kann, bedarf es eines robusten Stütz- und Bewegungsapparates. Er verleiht dem Körper Stabilität und
Beweglichkeit. Erst das komplexe Zusammenspiel aus aktiven und passiven Elementen ermöglicht das fein abgestimmte Wirken aus Kraft und (Fein-)Motorik. Knochen, Muskeln und Gelenke werden durch Bänder, Sehnen, Faszien und andere Bindegewebsteile miteinander verbunden und in der richtigen Position gehalten.

Mit der Hilfe von Bändern und Sehnen werden die unterschiedlichen Teile des Stütz- und Bewegungsapparats wie Knochen, Muskeln und Gelenke verbunden und in der richtigen Stellung gehalten. Bänder und Muskeln stellen außerdem sicher, dass Bewegungsabläufe kontrolliert ablaufen. Auch im Bereich der inneren Organe sorgen Bandstrukturen für deren Lagesicherung und schützen sie vor mechanischer Belastung von außen, z. B. Druck oder Stöße.

VERLETZUNGEN UND ENTZÜNDUNGEN DER SEHNEN UND BÄNDER

Bänder und Sehnen werden dem straffen Bindegewebe zugeordnet. Sie bestehen aus kollagenen Fasern, wenigen elastischen Fasern und Bindegewebszellen. Durch eine parallel angeordnete Faserausrichtung verfügt das Gewebe über eine speziell hohe Zugfestigkeit.

Täglich sind diese Strukturen enormen Belastungen ausgesetzt. Verletzungen durch Unfälle und Entzündungen der Sehnen und Bänder treten häufig im mittleren und höheren Alter auf, da das Gewebe zunehmend schwächer wird und dadurch zum einen an Reißfestigkeit verliert sowie auch anfälliger für Mikroverletzungen wird. Mit der Zeit führen viele kleine Risse im Gewebe zu Entzündungen und Reizungen. Aber auch jüngere Menschen sind natürlich von Unfällen betroffen sowie auch von entzündeten Sehnen und Bändern, die durch einseitige (Über)Belastungen im Sport oder auch in der beruflichen Tätigkeit entstehen können. Sehnenentzündungen können unangenehme Schmerzen bereiten und entwickeln sich unbehandelt oftmals zu einem chronischen Dauerzustand.

Tendinopathien, also Schmerzen an den Sehnen, können an verschiedenen Stellen auftreten.

Bestimmte Sehnen und Bänder sind anfälliger dafür als andere:

  • Schultersehne (Rotatorenmanschette)
  • Ellenbogensehne: bei einer Entzündung sprechen wir auch umgangssprachlich vom Tennis- oder Golferellenbogen
  • Achillessehne
  • Patellasehne – bekannt ist hier das sog. Jumpers Knee/ Springer Knie
  • Tractus iliotibialis (eine Sehnenplatte, die von der Hüfte kommend über Oberschenkel und Knie zur Außenseite des Schienbeinkopfes verläuft) – Runners Knee/ Läuferknie

MUSKELVERLETZUNGEN

Die für den Bewegungsapparat zuständige quergestreifte Skelettmuskulatur hat einen besonderen Aufbau, der mit dem Gehirn in Verbindung steht. Muskelverletzungen und Muskelrisse entstehen häufig durch ruckartige Bewegungen, übermäßige Belastung oder auch plötzliche Muskelanspannung.
Muskelverletzungen machen ca. 30 % aller Sportverletzungen aus. Ihre Bedeutung wird oft unterschätzt, so dass nicht selten aus einer nicht ausgeheilten kleinen Muskelverletzung eine nachfolgende, größere Verletzung resultiert. Die Folgen sind lange Trainings- und Wettkampfpausen ggf. sogar Dauerschäden. Der Heilungsprozess kann durch medizinische Maßnahmen aus dem Profisport unterstützt und beschleunigt werden.

WAS SIND DIE SYMPTOME BEI ENTZÜNDUNGEN UND VERLETZUNGEN VON SEHNEN, BÄNDERN UND MUSKELN?

  • Schwellung und Schmerz im betroffenen Bereich, bei Belastung oder auch in Ruhe
  • Verlust der Funktion
  • Eingeschränkte Beweglichkeit des Gelenks
  • Bei Sehnen- und Bänderrissen ein Gefühl der Instabilität des Gelenks
  • Bei der Kalkschulter (lat. Tendinosis calcarea, auch: Tendinitis calcarea), bilden sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette, meistens in der Supraspinatussehne. Dies kann zu Schmerzen, Steifheit und Schwäche in der Schulter führen

Bei Sehnenentzündungen hilft in vielen Fällen Schonung und Ruhigstellung sowie Wärme- oder Kältepackungen.

Bei akuten Unfällen sollte man sich an das bekannte PECH Vorgehen halten:

P – Pause: Ruhigstellung
E – Eis: betroffene Stelle kühlen
C – Kompression: Ein Kompressionsverband verbessert die Pumpfunktion der Venen und steigert den Abstrom von Blut und Lymphflüssigkeit aus der verletzten Körperregion
H – Hochlagern: betroffene Körperregion hochlagern, um eine starke Schwellung möglichst zu verhindern.

Um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen sowie auch nach akuten Unfällen den Heilungsprozess zu unterstützen, können regenerative Therapien wie bspw. autologe Zelltherapien helfen.

Die Blutplättchen (Thrombozyten) in unserem Blut vermitteln Heilungsprozesse im Körper und werden bei Verletzungen aktiv. Bei der Herstellung von sog. Plättchenreichem Plasma (PRP) werden sie gezielt aus einer Blutprobe des Patienten isoliert und können dann gezielt an einen Defekt der Sehnen, Bänder und Muskeln injiziert werden. So können die Blutplättchen und insbesondere die von ihnen freigesetzten Wachstumsfaktoren den Regenerationsprozess des Körpers unterstützen und beschleunigen.

Je nach Art der Verletzung und insbesondere je nach dem, ob es sich um akute oder chronische, schon länger andauernde Beschwerden handelt, sollte sich die Zusammensetzung des PRP anpassen. Für chronische Entzündungen kann es Sinn machen, ein leukozytenreiches PRP zu verwenden, bei akuten (Sport)Verletzungen eher ein leukozytenarmes PRP. Damit die benötigten Proteine und Zellen auch wirklich alle an den Ort des Defekts gelangen, macht es Sinn, je nach Defektgröße die Menge des verwendeten PRP zu variieren. Gerade bei kleineren Gelenken oder Sehnen-/Bänderdefekten, in die nur wenig Volumen injiziert werden kann, sollte auf ein konzentriertes PRP zurückgegriffen werden, um nichts verwerfen zu müssen und alle Heilungsfaktoren aus dem Blut an die verletzte Stelle zu bringen.

WICHTIGE INFORMATIONEN

Dieser Artikel ersetzt in keinster Weise eine Arztkonsultation und hat einen ausschließlich informierenden Charakter.
Falls Sie auf de Suche nach einem Experten für autologe Zelltherapien sind, nutzen Sie einfach unseren Experten-Finder

Referenzen

  1. Jeong D et al (2014): Clinical applications of platelet-rich plasma in patellar tendinopathy; Biomed Res Int. 2014: 249498
  2. Martinelli N et al (2013): Platelet-rich plasma injections for chronic plantar fasciitis; Int Orthopaedics, 2013, 37(5): 839-42
  3. Deans VM et al (2012): A prospective Series of Patients with Chronic Achilles Tendiopathy Treated with Autologous-conditioned Plasma Injections Combined with Exercise and Therapeutic Ultrasonography: J. Foot Ande Surg, 2012, 51(6);706-710
  4. Fitzpatrick J et al (2017): The Effectiveness of Platelet-Rich Plasma in the Treatment of Tendinopathy: A Meta-analysis of Randomized Controlled Clinical Trials. Am J Sports Med. 2017 Jan;45(1):226-233
  5. Grassi A et al (2018): Is Platelet-Rich Plasma (PRP) Effective in the Treatment of Acute Muscle Injuries? A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med. 2018 Apr;48(4):971-989
  6. Cruciani M et al (2019): Platelet-rich plasma for sports-related muscle, tendon and ligament injuries: an umbrella review. Blood Transfus 2019; 17: 465-78
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