VERLETZUNGEN DER KNOCHEN

Verletzungen der Knochen sind meist die Folge einer direkten oder indirekten Gewalteinwirkung durch einen Unfall, einen Sturz, Schlag oder Stoß. Ein Knochen kann auch durch eine akut einwirkende wiederholte Überlastung teilweise oder vollständig brechen. Ein solcher Ermüdungsbruch ist z. B. eine Marschfraktur eines Mittelfußknochens, auch unter dem Begriff Stressfraktur bekannt.

AUTOLOGE ZELLTHERAPIEN BEI VERLETZUNGEN DER KNOCHEN

Die häufigsten Knochenbrüche ereignen sich an Elle und Speiche des Unterarms sowie an Schien- und Wadenbein. Brüche der Röhrenknochen ebenso wie post-traumatische Komplikationen wie bspw. nicht oder nur verzögert heilende Brüche sind regelmäßige Herausforderungen, mit denen Orthopäden und Unfallchirurgen in der klinischen Praxis zu tun haben.[1, 2]

Die Heilung von Knochen ist ein einzigartiger Reparaturprozess, in dem die Vorgänge der endochondralen und intramembrösen Knochenbildung einem ganz spezifischen zeitlichen Ablauf folgen. Werden diese gestört, kann es zu unvollständiger Knochenheilung kommen.[3]

Eine häufige Ergänzung in der Behandlung von Knochenbrüchen ist der Einsatz von Plättchenreichem Plasma (PRP), insbesondere zur Vermeidung von Komplikationen bei der Knochenheilung. Die im PRP konzentrierten Blutplättchen (Thrombozyten) enthalten eine Vielzahl verschiedener Wachstumfaktoren, welche Heilungsprozesse und Gewebeneubildung unterstützen. Zudem enthält PRP die Proteine Fibroconectin, Fibrin sowie Vitronectin für die zelluläre Adhäsion [4] und stimuliert die osteoblastische Differenzierung.[5]
Es wurde gezeigt, dass der Einsatz von PRP die Heilungsrate steigern konnte ohne den Entzündungsprozess zu beeinträchtigen und ohne zu Verkalkungen zu führen.[6,7]

WICHTIGE INFORMATIONEN

Dieser Artikel ersetzt in keinster Weise eine Arztkonsultation und hat einen ausschließlich informierenden Charakter.
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Referenzen

  1. Gomez-Barrena, Rosset et al (2011): Bone regeneration: stem cell therapies and clinical studies in orthopaedics and traumatology; J Cell Mol Med. 15:1266-86
  2. Gomez-Barrena et al (2015): Bone fracture healing: cell therapy in delayed unions and nonunions. Bone. 70:93-101
  3. Einhorn (2015): The science of fracture healing. J Orthop Trauma. 19(10Suppl):4-6
  4. Golos et al (2014): Clinical applications of platelet-rich plasma. Hematologia. 5(3):252-9
  5. Tomoyasu et al (2007): Platelet-rich plasmastimulates osteoblastic differentiation in the presence of BMPs. Biochem Biophys Res Commun. 361:62-7
  6. Alsousou et al (2009): The biology of platelet-rich plasma and ist application in trauma and orthopaedic surgery: a review of the literature. Bone Joint Surg Br. 91(8):987-96
  7. Zhang et al (2013): Research progress in the mechanism of effect of PRP in bone deficiency healing. Sci World J. 2013:134582
  8. Guadilla J et al (2012): Arthroscopic management and platelet-rich plasma therapy for avascular necrosis of the hip; Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc, 2012 Feb, 20(2): 393-8
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